Wie Ferienunterkünfte den Umsatz in der Zwischensaison steigern können

Aug 12 2026 · Smart Order · 6 Min
Wie Ferienunterkünfte den Umsatz in der Zwischensaison steigern können

Der Betrieb einer Ferienunterkunft kann sich unvorhersehbar anfühlen. In manchen Monaten ist sie voll mit Gästen, die Preise steigen und jede Nacht ist ausgebucht. Zu anderen Zeiten ist es ruhig, und Sie sorgen sich um leere Kalender und fixe Kosten. Dazwischen gibt es jedoch einen Bereich, der oft übersehen wird – die Zwischensaison. Sie ist nicht so stark frequentiert wie die Hochsaison, aber die Menschen reisen weiterhin. Mit dem richtigen Ansatz kann diese ruhigere Phase stabile Einnahmen bringen. In diesem Artikel sehen wir uns an, was die Zwischensaison bedeutet, wie Sie feststellen können, wann sie für Ihre Unterkunft eintritt, wer in dieser Zeit typischerweise reist und wie Sie sie zu einem starken Bestandteil Ihrer Geschäftsstrategie machen.

Was ist die Zwischensaison?

Die Zwischensaison bezeichnet die Übergangszeit zwischen der Hochsaison und der Nebensaison eines Reiseziels. Diese Monate weisen typischerweise drei Merkmale auf:

• Die Wetterbedingungen bleiben günstig
• Die Besucherzahlen gehen deutlich zurück
• Die Preise liegen über dem Niveau der Nebensaison

Typisches Beispiel


Für ein Resort am Meer:

Hochsaison: Juli–August (Hauptreisezeit für Familien im Sommer)
Nebensaison: Dezember–Januar (kalte und regnerische Jahreszeit)
Zwischensaison: April–Mai oder September–Oktober (mildes Wetter, moderates Besucheraufkommen und stabile Mietnachfrage)

Kernwert

Für Reisende: Ein entspannteres Reiseerlebnis genießen und Menschenmengen vermeiden

Für Unterkunftseigentümer: Nachhaltige Umsatzchancen schaffen und dabei effektiv:

• Ungenutzte Auslastungslücken füllen
• Einen Stammkundenstamm aufbauen
• Mit innovativen Services experimentieren (weniger operativer Druck als in der Hochsaison)

Wie bestimmen Sie Ihre Zwischensaison?

Die Bestimmung Ihrer Zwischensaison ist kein allgemeingültiger Prozess. Sie hängt vollständig von Ihrem Standort und davon ab, was Menschen dorthin zieht. So können Sie Ihre Zwischensaison genau bestimmen:

Sehen Sie sich Ihre Buchungsdaten aus dem vergangenen Jahr an. In welchen Monaten haben Sie stabile, aber nicht überwältigende Reservierungen? Das sind wahrscheinlich Ihre Schultermonate. Wenn zum Beispiel eine Berghütte im Dezember (Skisaison) 90 % Auslastung und im Juli (zu heiß zum Wandern) 10 % erreicht, aber im April und November 40–50 %, dann sind das Ihre Zwischensaisons.

Analysieren Sie lokale Veranstaltungen und Wettermuster. Eine Stadt mit einem berühmten Herbstfestival kann im Oktober einen Nachfrageschub erleben, wodurch dieser Monat Teil der Zwischensaison wird. Eine Unterkunft an der Küste kann ihre Zwischensaison im Frühling haben, wenn der Regen aufhört, die Sommermassen aber noch nicht angekommen sind. Prüfen Sie die Veröffentlichungen lokaler Tourismusverbände – sie veröffentlichen oft Berichte über stark und schwach frequentierte Zeiträume.

Beobachten Sie Ihre Wettbewerber. In welchen Monaten bieten andere Unterkünfte in Ihrer Region Rabatte oder Sonderangebote an? Das sind Hinweise darauf, dass Nachfrage vorhanden ist, aber nicht hoch genug für Preise auf Hochsaisonniveau – ein klares Zeichen für die Zwischensaison.

Kennen Sie Ihre Zielgruppe in der Zwischensaison

Um den Umsatz in der Zwischensaison zu steigern, müssen Sie wissen, wer bucht – und warum. Anders als in der Hochsaison, wenn Reisende oft Familien oder Touristen sind, die bestimmten Veranstaltungen nachgehen, haben Gäste in der Zwischensaison andere Beweggründe.

Lokale Entdecker sind eine große Gruppe. Menschen, die nur wenige Stunden von Ihrer Unterkunft entfernt wohnen, nutzen die Zwischensaison oft für kurze Auszeiten. Sie möchten der Stadt entfliehen, ohne den Aufwand großer Menschenmengen oder hoher Preise. Ein Wochenendtrip in eine gemütliche Hütte oder ein verlängertes Wochenende in einem Strandhaus passt perfekt zu ihren Plänen.

Remote Worker und digitale Nomaden sind eine weitere wichtige Zielgruppe. Dank flexibler Zeitpläne reisen sie gern außerhalb der Hauptreisezeiten, um Ablenkungen zu vermeiden. Sie suchen nach Unterkünften mit stabilem WLAN, einem dedizierten Arbeitsplatz und einer ruhigen Umgebung – alles Punkte, die Sie in Ihrem Inserat hervorheben können.

Auch Kultur- und Outdoor-Begeisterte reisen gern in der Zwischensaison. Wanderer, Vogelbeobachter oder Kunstliebhaber suchen Reiseziele auf, wenn Wege leer oder Museen nicht überfüllt sind. Liegt Ihre Unterkunft in der Nähe von Nationalparks, historischen Stätten oder lokalen Galerien, buchen diese Reisenden in der Zwischensaison, um diese Attraktionen in ihrem eigenen Tempo zu genießen.

Tipps, um das Beste aus der Zwischensaison herauszuholen

Jetzt, da Sie Ihre Zwischensaison und die reisenden Zielgruppen kennen, sehen wir uns Strategien zur Umsatzsteigerung an. Diese Tipps konzentrieren sich darauf, Gäste zu gewinnen, Preise intelligent zu gestalten und Erlebnisse zu schaffen, die sie zur Rückkehr bewegen.

1. Preise flexibel anpassen

Statische Preise können in der Zwischensaison Umsatz kosten. Nutzen Sie Tools, um Raten anhand von Nachfrage, Wettbewerbspreisen und dem Buchungsvorlauf anzupassen. Senken Sie zum Beispiel unter der Woche die Preise leicht, um Remote Worker anzusprechen, und erhöhen Sie sie am Wochenende für Kurzaufenthalte. Halten Sie den Basispreis flexibel und prüfen Sie Ihre Buchungsdaten regelmäßig, um gezielt nachzusteuern.

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2. Gezielte Aktionen starten

Die Zwischensaison eignet sich hervorragend für Nischenangebote. Probieren Sie "3 Nächte bleiben, 2 bezahlen", Wochenpakete oder Monatsrabatte aus. Nutzen Sie Social Media und E-Mails, um potenzielle Gäste zu informieren. Ergänzen Sie saisonale Themen: Heben Sie bei einer Herbsthütte Feuerstellen und Herbstwanderungen hervor; bei einer Küstenunterkunft im Frühling ruhige Strände und lokale Meeresfrüchte-Festivals.

3. Auf lokale und nahegelegene Reisende fokussieren

Längere Reisen gehen in der Zwischensaison zurück, daher sollten Sie Menschen ansprechen, die mit dem Auto anreisen können. Arbeiten Sie mit lokalen Influencern zusammen oder schalten Sie Anzeigen für Städte im Umkreis von 3–5 Stunden. Betonen Sie Vorteile wie keine Flüge, weniger Menschenmengen und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Viele suchen nach einfachen, kurzfristigen Auszeiten ohne großen Planungsaufwand.

4. Räume für Workations optimieren

Remote Work ist beliebt – richten Sie sich auf digitale Nomaden aus, um Ihre Auslastung stabil zu halten. Ergänzen Sie bequeme Stühle, zuverlässiges WLAN, zusätzliche Steckdosen und kleine Schreibtische. Positionieren Sie Ihre Unterkunft als ruhigen Ort: "Morgens Zoom, nachmittags entdecken." Diese Gäste bleiben oft länger, was den Umsatz steigert und gleichzeitig die Zahl der Check-ins reduziert.

5. Mit lokalen Unternehmen zusammenarbeiten

Arbeiten Sie mit lokalen Restaurants, Reiseanbietern oder Spas zusammen, um Pakete für die Zwischensaison zu erstellen. Gäste lieben Angebote wie "Aufenthalt + Kajak", "Aufenthalt + Weintour" oder "Spa unter der Woche + Frühstück". Solche Partnerschaften schaffen Mehrwert, unterstützen lokale Geschäfte und machen Ihre Angebote einzigartig.

6. Inserate und Keywords aktualisieren

Aktualisieren Sie Ihre Objektbeschreibungen, um Vorteile der Zwischensaison hervorzuheben: ruhige Umgebung, Veranstaltungen außerhalb der Hauptsaison und besondere Erlebnisse. Verwenden Sie einfache Keywords wie "Auszeit in der Nebensaison" oder "ruhige Ferienunterkunft". Stellen Sie sicher, dass Ihre Website und Ihre Inseratsseiten aktuelle saisonale Inhalte zeigen – so werden Sie von Gästen in der Suche leichter gefunden.

7. Wiederkehrende Gäste belohnen

Machen Sie aus einmaligen Besuchern Stammgäste. Bieten Sie Rabatte oder Vorteile wie kostenlose Upgrades, frühen Check-in oder längere Aufenthalte. Schreiben Sie früheren Gästen per E-Mail und laden Sie sie erneut ein, mit Hinweisen auf neue Ausstattungsmerkmale oder Angebote. Kleine persönliche Aufmerksamkeiten schaffen langfristige Loyalität – auch bei geringer Nachfrage.

8. Das besondere Gefühl der Zwischensaison hervorheben

Passen Sie Ihr Inserat so an, dass es den besonderen Reiz der Saison in den Mittelpunkt stellt. Zum Beispiel: "Berge im April – Wildblumen, keine Menschenmassen." Fügen Sie Fotos Ihrer Unterkunft in der Zwischensaison hinzu: eine Terrasse mit Herbstlaub oder ein gemütliches Zimmer mit Kaminfeuer. Erwähnen Sie lokale Highlights: Frühlings-Bauernmärkte, Weinguttouren im Herbst oder Wanderwege vor der Sommerhitze.

9. Auf das Gästeerlebnis achten

Kleine Details machen in der Zwischensaison den Unterschied. Stellen Sie saisonale Extras bereit: zusätzliche Decken und Brettspiele im Herbst, Sonnenschutz und frische Blumen im Frühling. Hinterlassen Sie eine Notiz mit Tipps – zum Beispiel zur besten Zeit für den Besuch eines ruhigen Gartens oder eines versteckten Cafés. Senden Sie nach dem Aufenthalt eine kurze E-Mail: "Hat Ihnen das Wandern gefallen? Wir haben einen November-Rabatt – melden Sie sich gern für Ihre Buchung!" So bleibt Ihre Unterkunft im Gedächtnis.

Abschließende Gedanken

Die Zwischensaison ist kein Problem, das gelöst werden muss – sie ist eine Wachstumschance. Wenn Sie verstehen, wann sie stattfindet, wer in dieser Zeit reist und wie Sie diese Gäste gezielt ansprechen, können Sie diese "Monate dazwischen" in eine verlässliche Umsatzquelle verwandeln. Dynamische Preisgestaltung hält Ihre Raten wettbewerbsfähig, maßgeschneiderte Pakete schaffen Mehrwert und ein starker Fokus auf das Gästeerlebnis baut Loyalität auf. Mit diesen Strategien wird Ihre Ferienunterkunft die Zwischensaison nicht nur überstehen – sie wird in ihr erfolgreich wachsen.

Werfen Sie also einen Blick auf Ihren Kalender, analysieren Sie Ihre Daten und beginnen Sie mit der Planung. Die Gäste sind da draußen – sie brauchen nur einen Grund, sich für Ihre Unterkunft zu entscheiden. Geben Sie ihnen diesen Grund, und Sie werden sehen, wie die Zwischensaison zu einer Ihrer stärksten – und profitabelsten – Zeiten des Jahres wird.