Den richtigen Preis für deine Airbnb-Unterkunft finden? Genau das macht den Unterschied zwischen einem ausgebuchten Kalender und leeren Nächten. Viele Gastgeber kennen dieses Problem: Verlangst du zu viel, suchen Gäste woanders. Verlangst du zu wenig, lässt du Geld liegen. Wenn du deine Preise richtig anpasst, bekommst du mehr Buchungen und erzielst mehr Umsatz. Schauen wir uns konkrete, praktische Wege an, wie du für deine Unterkunft intelligentere Preise festlegst.
Airbnb-Preisgestaltung verstehen
Um eine wirksame Airbnb-Preisstrategie festzulegen, ist es wichtig, die wichtigsten Faktoren zu verstehen, die deine Preisgestaltung beeinflussen.
Wichtige Faktoren, die Airbnb-Preise beeinflussen
- Die Jahreszeit ist entscheidend: Verlange mehr, wenn alle genau dorthin reisen möchten. Skiort? Winter = höhere Preise. Sommer? In ruhigeren Monaten sind niedrigere Preise sinnvoll.
- Was in der Nähe passiert: Große lokale Festivals, Konzerte oder Sportveranstaltungen? Das bedeutet mehr Besucher. Mehr Besucher bedeuten oft, dass du mehr verlangen kannst. Eine große Konferenz in der Stadt? Passe deine Airbnb-Preise an, bevor die Nachfrage einsetzt.
- Prüfe, was deine Wettbewerber verlangen: Sieh dir ähnliche Unterkünfte in deiner Nähe an. Welche Preise setzen sie an? Das gibt dir eine realistische Orientierung. Aber kopiere sie nicht einfach. Überlege genau: Ist deine Unterkunft größer? Schöner? Hat sie eine bessere Aussicht? Deshalb kann deine Unterkunft mehr wert sein (oder manchmal weniger). Konzentriere dich darauf, was deine Unterkunft besonders macht.
Schritt 1: Zwischen festen und dynamischen Preisen wählen
Der erste Schritt besteht darin zu entscheiden, ob du feste Preise oder dynamische Preise verwenden möchtest. Schauen wir uns beide Optionen anhand praktischer Beispiele an:
Feste Preise
Bei einer festen Airbnb-Preisstrategie legst du einen Preis fest und bleibst dabei. Wenn deine Unterkunft zum Beispiel einen Basispreis von 150 $ pro Nacht hat, berechnest du diesen Preis konsequent, sofern du ihn nicht manuell für bestimmte Zeiträume anpasst.
Beispiel:
Ein Strandhaus in Florida kann in der Nebensaison 150 $ pro Nacht verlangen und den Preis während der Hauptreisezeit im Spring Break auf 250 $ erhöhen. Der Gastgeber ändert den Preis für bestimmte Wochen manuell anhand der Nachfrage.
Wann feste Preise sinnvoll sind:
- Wenn dein Standort das ganze Jahr über eine stabile Nachfrage hat.
- Wenn du manuelle Preisanpassungen problemlos selbst vornehmen möchtest.
- Für Unterkünfte mit gleichmäßigen Belegungsmustern.
Dynamische Preise
Eine dynamische Airbnb-Preisstrategie passt deine Preise automatisch anhand von Algorithmen an, die Nachfrage, Wettbewerberpreise und historische Buchungsdaten berücksichtigen. Plattformen wie PriceLabs helfen dir, diesen Prozess zu automatisieren.
Beispiel:
Angenommen, du vermietest ein Apartment mit einem Schlafzimmer in New York. Wenn du dynamische Preise nutzt, können deine Preise bei 200 $ pro Nacht starten, während eines stark nachgefragten lokalen Events wie dem New York Marathon aber auf 350 $ pro Nacht steigen. Wenn unter der Woche weniger Nachfrage besteht, kann dein Preis auf 180 $ fallen.
Wann dynamische Preise sinnvoll sind:
- Wenn sich deine Unterkunft in einem wettbewerbsintensiven Gebiet mit schwankender Nachfrage befindet.
- Für Gastgeber, die Zeit bei der manuellen Preisanpassung sparen möchten.
- Wenn du Spitzenzeiten automatisch optimal nutzen möchtest.
Schritt 2: Rabatte und Sonderangebote einsetzen
Rabatte und Sonderangebote können dir helfen, mehr Buchungen zu sichern, besonders in nachfrageschwachen Zeiten. Hier sind einige Rabattarten, die sich für viele Airbnb-Gastgeber bewährt haben:
Frühbucherrabatte
Motiviere potenzielle Gäste, frühzeitig zu buchen, indem du einen Frühbucherrabatt anbietest. Ein Rabatt von 10 % für Gäste, die mindestens 30 Tage im Voraus buchen, kann dir helfen, deinen Kalender früh zu füllen und das Risiko kurzfristiger Stornierungen zu verringern.
Beispiel:
Ein Gastgeber, der ein Strandhaus für 250 $ pro Nacht anbietet, kann einen Rabatt von 10 % gewähren, wenn Gäste 30 Tage im Voraus buchen. Der neue Preis liegt bei 225 $, was weiterhin einen soliden Gewinn ermöglicht und zugleich für Gäste attraktiv ist, die ihre Reise früh planen.
Last-Minute-Angebote
Wenn du in den Tagen vor dem Aufenthalt eines Gastes noch Verfügbarkeit hast, biete einen Last-Minute-Rabatt an, um die Lücke zu füllen. Wenn deine Unterkunft normalerweise 150 $ pro Nacht kostet, aber drei Tage vor dem Check-in noch frei ist, kannst du zum Beispiel 15 % Rabatt anbieten, um kurzfristig Buchende anzusprechen.
Beispiel:
Für einen Wochenendaufenthalt kannst du den Preis auf 127,50 $ pro Nacht senken, um schnelle Buchungen zu fördern und dennoch mit diesen kurzfristigen Reservierungen Gewinn zu erzielen.
Wochen- und Monatsrabatte
Bei längeren Aufenthalten können Rabatte Gäste dazu motivieren, eine Woche oder länger zu bleiben. Ein Rabatt von 10–15 % für Wochenaufenthalte und ein höherer Rabatt (z. B. 25 %) für Monatsaufenthalte können deine Belegungsrate bei Langzeitgästen erhöhen.
Beispiel:
Wenn du normalerweise 100 $ pro Nacht verlangst, spricht ein Angebot von 85 $ pro Nacht für eine Wochenbuchung Gäste an, die längere Aufenthalte planen, und stellt zugleich sicher, dass du Umsatz für die gesamte Woche sicherst.
Schritt 3: Wettbewerberpreise verfolgen und entsprechend anpassen
Die Preise deiner Wettbewerber im Blick zu behalten, ist entscheidend, damit deine Preise wettbewerbsfähig bleiben. So kannst du deine Preisgestaltung verfolgen und anpassen:
Tools für die Wettbewerbsanalyse
Nutze Tools von Drittanbietern, um Preise, Belegung und Performance deiner Wettbewerber zu analysieren. Diese Tools geben dir Einblicke, wie andere Airbnb-Inserate in deiner Umgebung ihre Preise setzen, welche Buchungsraten sie erzielen und welche Belegungstrends erkennbar sind.
Beispiel:
In einem Touristengebiet wie San Diego kannst du deine Unterkunft ähnlich bepreisen, wenn Wettbewerber für vergleichbare Unterkünfte 250 $ pro Nacht verlangen. Wenn deine Unterkunft jedoch eine bessere Aussicht oder zusätzliche Ausstattungsmerkmale bietet, kannst du sie etwas höher bepreisen, um diesen Mehrwert abzubilden.
Echtzeit-Anpassungen nutzen
Du kannst manuelle Anpassungen vornehmen oder dynamische Preis-Tools dies für dich erledigen lassen. Während eines lokalen Festivals kann die Nachfrage zum Beispiel steigen und die Preise eines Wettbewerbers können auf 400 $ pro Nacht springen. In solchen Fällen könntest du deine Preise auf ein ähnliches Niveau anpassen, damit dir kein Umsatz entgeht.
Schritt 4: Daten und Performance regelmäßig analysieren
Sobald du deine Airbnb-Preisstrategie festgelegt hast, ist es wichtig, ihre Performance zu verfolgen. Nutze die Daten, die dir von Airbnb und anderen Tools von Drittanbietern zur Verfügung stehen, um deine Strategie im Laufe der Zeit anzupassen.
Wichtige Kennzahlen zur Überwachung
- Belegungsrate: Ein Rückgang der Belegung kann bedeuten, dass dein Preis zu hoch ist, während eine dauerhaft hohe Belegung darauf hindeuten kann, dass dein Preis zu niedrig ist.
- Durchschnittlicher Tagespreis (ADR): Verfolge, wie viel du pro Nacht einnimmst, und vergleiche diesen Wert mit deinen Wettbewerbern. So erkennst du, ob deine Preisstrategie zu aggressiv oder zu vorsichtig ist.
- Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR): Diese Kennzahl kombiniert Belegung und Durchschnittspreis und gibt dir ein vollständiges Bild deiner Performance.

Beispiel:
Wenn du dein Apartment mit 200 $ pro Nacht bepreist hast und deine Belegungsrate bei 40 % liegt, solltest du den Preis möglicherweise senken oder eine Sonderaktion anbieten. Wenn du dagegen bei 200 $ vollständig ausgebucht bist, könnte es Zeit sein, deine Preise zu erhöhen.
🚫Häufige Fehler, die du vermeiden solltest
Auch erfahrenen Gastgebern passieren Fehler. Vermeide diese Stolperfallen:
Preise festlegen und dann vergessen: Die Nachfrage ändert sich schnell – wenn ein neues Event angekündigt wird, sollten deine Preise das widerspiegeln.
Lokale Wettbewerber ignorieren: Wenn ähnliche Inserate ihre Preise senken, merken Gäste das. Prüfe wöchentlich 3–5 vergleichbare Airbnb-Inserate.
Gebühren zu kompliziert machen: Eine hohe Reinigungsgebühr kann Gäste abschrecken. Halte sie angemessen und erkläre sie klar in deinem Inserat.
Fazit
Die Anpassung deiner Airbnb-Preisstrategie erfordert kontinuierliches Ausprobieren. Du kannst Belegung und Umsatz verbessern, indem du Preise flexibel an Marktveränderungen anpasst, bei Bedarf Rabatte anbietest, die Preise umliegender Unterkünfte kennst und deine Performance regelmäßig überprüfst. Teste unterschiedliche Preispläne, um herauszufinden, was besser funktioniert, und nähere dich Schritt für Schritt dem passenden Preis an.
Die Marktbedingungen sind in jeder Region unterschiedlich, und jede Unterkunft hat ihre eigenen Besonderheiten. Wenn du etwas Zeit und Energie in die Analyse investierst, kannst du die Preisstrategie finden, die am besten zu deiner Unterkunft passt.
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